Medizinische Behandlung
Unfälle bei BDSM-Praktiken

Egal wie umsichtig man plant: auch BDSMer*innen passieren Unfälle. Hierbei ist es notwendig, sofort angemessene medizinische Hilfe zu holen. Denn auch wenn man Angst vor unangenehmen oder vermeintlich peinlichen Situationen hat, ist es wichtig, im Zweifelsfall einen Notruf abzusetzen und wahrheitsgemäße Informationen über den Unfallhergang zu geben.

Ein nicht getätigter Notruf oder zurückgehaltene Informationen können schwerwiegende gesundheitliche Konsequenzen mit sich bringen und gegebenenfalls sogar lebensgefährlich sein. Auch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es unter Umständen eine unterlassene Hilfeleistung darstellt.

Angst vor Vorurteilen

Auch bei anderen Arztbesuchen kann der Umgang mit BDSM-Praktiken eine Rolle spielen. Einige BDSMer*innen haben Sorge, dass einvernehmlich entstandene Spuren wie blaue Flecken mit häuslichem Missbrauch in Verbindung gebracht werden. Wird aufgrund dieser Sorge auf den Arztbesuch verzichtet, erfolgt die unter Umständen notwendige medizinische Versorgung nicht rechtzeitig.

Kommunikation

Eine angemessene ärztliche Behandlung sollte immer im Vordergrund stehen. Ärzt*innen können die Situationen oft nur richtig einschätzen, wenn sie wahrheitsgemäße Informationen erhalten. Dafür ist es wichtig, dass in der Behandlungssituation eine offene Kommunikation möglich ist, in welcher auch unangenehme, ggf. sexuelle Aspekte sachlich angesprochen werden können

Sexuell übertragbare Infektionen (STI)

Die Aidshilfen sind oft auch für BDSMer*innen eine gute Anlaufstelle für Fragen bezüglich Safer Sex, da eine Vielfalt sexueller Praktiken und Lebensweisen berücksichtigt wird.